Entwurf und AusführungDie im Salzburger Barockmuseum präsentierten Kunstwerke stellen fast zur Gänze Entwürfe für Wand- und Tafelgemälde, für Druckgraphik sowie für Skulpturen und Plastiken dar. Nachfolgend sollen die wichtigsten technische Begriffe, die die wichtigsten Arbeitsstufen innerhalb der Entstehung eines Kunstwerkes verdeutlichen, erklärt werden. Sie sollen dem Betrachter helfen, das unterschiedliche Erscheinungsbild dieser Spezialsammlung von Entwürfen, Modellen oder Bozzetti besser zu verstehen: |
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- Seite 2 - 1. Gedankenskizze, Ideenskizze oder Pensiero:Darunter versteht man den ersten Ansatz, eine Idee künstlerisch zu realisieren. Sie kann sowohl zeichnerisch, mit dem Pinsel oder dreidimensional in Wachs oder Ton ausgeführt sein. Solche Skizzen sind selten erhalten, da sie meist in der Werkstatt des Künstlers blieben, für weitere Arbeitsschritte verwendet und nicht aufbewahrt wurden. |
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- Seite 3 - 2. Entwurf oder Bozzetto:Die Komposition – zeichnerisch, gemalt oder plastisch gestaltet – ist in Entwürfen und Bozzetti prinzipiell vollendet. Die Details (wie z. B. Gesichter, Kleidung, Staffage etc.) sind jedoch nur angedeutet; oft wurden diese Entwürfe von Schülern oder anderen Künstlern in Bewunderung des Meisters aufbewahrt oder als Motivschatz gesammelt. Aber schon im 18. Jahrhundert hat man sie auch als eigenständige Kunstwerke geschätzt und gesammelt (z. B. nebenstehendes Modell für ein Altarbild von Johann Michael Rottmayr) |
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- Seite 4 - 3. Modell oder Modello:Vollendete Kleinfassung des Kunstwerkes; für den Barockkünstler ist es das Original, das dann oft mit Hilfe von Schülern und Werkstattmitarbeitern in die großen Dimensionen eines Altarbildes, eines Deckenfreskos usw. umgesetzt wurde. Als Kompositionsmodell gelten nichtkolorierte Zeichnungen oder Grisaillen, als Kontraktmodell solche, die als Teil des Vertrages dem Auftraggeber übergeben werden mußten. -- Ende -- |